Wie man mit dem Gummihandschuh philosophiert. Topologische Operationen in Kunst und Theorie

© Matthias Sohr: Strut, 2017, Foto: Eric Bell

Ausstellung und Workshop

Innerhalb der letzten Jahrzehnte haben topologische Denkansätze in der Kunst und Kunsttheorie eine Vielzahl neuer Konzepte und Praktiken zutage gefördert, die Operationen wie das Vernetzen, Verzerren und Umstülpen ins Zentrum ihres Interesses stellen und dem modernistischen Topos der Essenz ein Denken in Relationen, Transformationen und Uneindeutigkeiten entgegensetzen. Das in diesem Zusammenhang oft zitierte Denkbild des umstülpbaren Handschuhs, das binäre Kategorien wie rechts und links, oberflächlich oder tiefgründig gezielt unterwandert, erfährt mit dem Fokus auf den Eigensinn des Materials eine weitere Wendung: Wer mit dem Gummihandschuh philosophiert, öffnet sich dem Dehnbaren und Ambivalenten, allerlei Komplikationen und Entwicklungen, die von einer Form zur anderen führen und erst im Zusammenspiel theoretischer Perspektiven und materieller Praktiken greifbar werden. Jenseits der vielen inhaltlichen Wenden/turns der letzten Jahrzehnte gilt es damit auch Forschungsansätze und Kunstpraktiken zu erkunden, die einem Prinzip der Durchlässigkeit und einer Logik der stetigen Transformation folgen.

Mit Arbeiten und Beiträgen von Gerhard Dirmoser (Linz), Sarah Kolb (Linz/Wien), Katrin Mayer (Düsseldorf/Berlin), Pauline M’barek (Köln/Brüssel), Max Schaffer (Berlin), Matthias Sohr (Lausanne), Michael Rottmann (Basel) und Jens Vetter (Linz).  

Organisiert und kuratiert von Sarah Kolb, Abteilung Kunstgeschichte/Kunsttheorie, Kunstuniversität Linz.

Mit freundlicher Unterstützung der Firma Weigl Liftsysteme, Waizenkirchen.

Eröffnung: 2. April 2019, 18:00 Uhr, Ausstellung bis 9. April 2019

Workshop: 2. April 2019, 10:00 bis 17:30 Uhr

kulturtankstelle, Dametzstraße 14, 4020 Linz

Nähere Informationen zur Ausstellung und zum Workshop: www.kulturtankstelle.at