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MKKT beim „rundgang 2017“

MKKT ist mit 3 Beiträgen am Rundgang vertreten. 1. und 4. Stock | Domgasse 1

  1. „Denkprozesse“: Soundinstallation und Collagen / zwei Projekte in der Domgasse 1, 4. Stock (DO0417)
  2. Dokumentation vom „Shame Slam“ in der Domgasse 1, 1. Stock (Toiletten und Gang)

Eröffnung: Do, 29. Juni 2017, 18 Uhr, Domgasse 1 (Preview ab 15 Uhr)
Fr, 30. Juni und Sa, 1. Juli 2017, 10 – 18 Uhr | Orientierungsführungen täglich um 16 Uhr

Denkprozesse: Soundinstallation und Collagen / zwei Projekte der Studienrichtung

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Fünf Theoretikerinnen erfahren Denken als Praxis. Lesen wird dabei zum Textauflesen, Referieren zum Assoziieren. Kulturwissenschaftliche und literarische Texte liefern Impulse gegen den Stillstand, für ein Aufspüren von Verbindungen, für die Einsicht einer nicht endenden Aussicht. Es ist ein Hervorkehren und Zusammensetzen, ein Aufblitzen und Verschwinden. Was festgeschrieben wird, ist eine Ordnung. Eine unter vielen möglichen.

mit: Hanja Niederhammer, Stefanie Schiefermair, Katharina Rosenbichler, Adrianna-Karolina Miara, Mira Maria Wissmann

Breaking Free | Staying Bound, 14.06.2017, 19 Uhr, Sparkasse Linz

Ein Abend über Herkunftsscham und die Schamlosigkeit des Kapitals

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Gibt es einen Weg von einem Milieu in ein anderes, ohne sich für die Herkunft zu schämen? Ist die Universität ein Ort der Scham? Wie geht Scham in einer sich andauernd optimierenden sozialen Formation? Kann man Scham entsorgen und was wäre eine Gesellschaft ohne Scham? Sollten sich Theoretiker_innen schämen? Wie schamlos ist das Kapital? Diesen Fragen (und anderen Peinlichkeiten) gehen wir in einem Shame-Slam nach.

Es ist keine Schande, dabei ein wenig rot zu werden.

In freundlicher Kooperation mit der Sparkasse OÖ und der Gesellschaft für Kulturpolitik OÖ.

Für Drinks und Snacks ist gesorgt! See you there & schämt euch für uns mit!

Wann: 14.06.2017, 19 Uhr
Wo: Sparkasse Linz, Promenade 11-13

Eintritt: frei, wir bitten dennoch um Platzreservierung unter: http://www.gfk-ooe.at/event/breaking-free-staying-bound/

FLYER.PDF

Smartonomy. Mobility without Fingerprints?, 7/8 Juni 2017

Smartonomy. Mobility without Fingerprints?

Praktiken digitaler Selbstorganisation zwischen Überwachung und Autonomie

smartonomy_plakat_klein

07- 08. Juni 2017 Kunstuniversität Linz, Wohnzimmer Zeitbasierte Medien, Domgasse 1, 4.OG, DO0458

FACEBOOK
Ankündigung auf der ufg-Website

Die Abteilungen Medientheorien und Zeitbasierte Medien laden zu Abendveranstaltung und interaktiven Workshops.

Digitale Medien sind für viele alltägliche Tools. Emails schreiben, tweeten, facebooken, googlen, bloggen oder schlicht rezipieren, sind selbstverständliche Alltagspraktiken. Manchen helfen sie bei der Organisation von Aktivismus und Protest. Und für einige sind sie schlichtweg überlebensnotwendig. Für Menschen auf der Flucht zum Beispiel, die den Fluchtweg mit Hilfe von digitalen Karten planen, Geldtransfers mittels verschlüsselter Messages veranlassen, per Skype Kontakt zur Familie aufnehmen. Für sie ist das Smartphone kein Statussymbol, sondern die Miniaturtechnologie des Migrationsalltags.

Gleichzeitig sind Smartphones und Tablets Medien der Vergemeinschaftung, was die Sicherstellung des Zugangs zum Internet und Datensouveränität notwendig macht.

Die Diskussion rund um das Recht auf digitale Unsichtbarkeit und digitale Unversehrtheit bekommt vor dem Hintergrund prekärer Positionierungen einen ganz anderen Stellenwert. Die Europäische digitale Datenbank Eurodac erfasst und verwaltet Fingerabdrücke von Asylbewerber*innen und „Illegalisierten“. Brigitta Kuster wird in ihrem Vortrag am 7. Juni auf das Problem von smart borders und das Recht der Bewegungsfreiheit eingehen.

Der praktische Teil der Veranstaltung am 8. Juni versucht den Bedürfnissen unterschiedlicher Realitäten nachzugehen. Während Menschen auf der Flucht mit direkter staatlicher Verfolgung zu rechnen haben, geht es bei queer-feministischen Aktivist*innen um die Einschränkung von Denk- und Gesprächsräumen. Wie können wir im Versuch, sich dagegen zu wehren, in einen Dialog treten und uns über Möglichkeitsräume in der digitalen Selbstorganisation austauschen? Welche Taktiken im Umgang mit digitalen Medien gilt es zu erlernen und zu erproben?

Eine Veranstaltung der Abteilungen Medientheorien (Katrin Köppert) und Zeitbasierte Medien (Gitti Vasicek), Kunstuniversität Linz

In Kooperation mit: servus.at, FIFTITU%, Feminismus & Krawall

Im Rahmen der Initiative DE_colonize uni_VERSITY

Im Rahmen der akg-Lehrveranstaltung: Revenge Porn, Doxing, Hate Speech. Netzpolitische ‚Ereignisse’ und feministische Interventionen, Francesca Schmidt


Programm
Mittwoch, 7. Juni 2017

18.30 Uhr | Performance DE_colonize uni_VERSITY. Auftakt des Staffelstäbchens
19.00 Uhr | Abendveranstaltung Smartonomy. Mobility without Fingerprints? Praktiken digitaler Selbstorganisation zwischen Überwachung und Autonomie

Donnerstag, 8. Juni 2017

10.00 Uhr | Workshop Disrupting Your Digital Shadow
11.00 Uhr | Workshop Investigating Your Metadata
12.00 Uhr | Workshop Mastering Your Mobile
14.00 Uhr | Workshop Feminist Crypting; Workshop Digital Security for Refugees; Digital Clinic: An informal discussion, exchange and hands on lab , Meeting & Briefing: Alles, was du schon immer über MORE und Tandem wissen wolltest
17.00 Uhr | Gemeinsamer Abschluss und Austausch

Detailierte Programminfo PDF

Anmeldung zu den Workshops: katrin.koeppert@ufg.at (bitte Workshop angeben)


Smartonomy. Mobility without Fingerprints?

Practices of digital self-organization between surveillance and autonomy.

Department of Media Theories and Department Time-based Media invite to soirée and interactive workshops

Digital media are ordinary tools. Emailing, tweeting, facebooking, googling, blogging, or just receiving are common everyday routines. Occasionally they help organizing activism and protest. And for some they are simply vital for survival. For refugees for example, who plan their escape routes via digital maps, arrange money transfers by crypted messages, contact their families by skype. Smartphones, within this framework, are no status symbols, but rather the technical miniaturizations of migration.

At the same time smartphones and tablets are media of communitisation, what makes securing internet access and data sovereignty mandatory. The discussion on the right to digital invisibility and integrity becomes even more importance against the background of precarious positioning. The European digital data bank Eurodac registers and administrates fingerprints of asylum seekers and „illegalized“. Brigitta Kuster will touch upon the details of smart borders and the right to (digital) freedom to mobility in her talk on June, 7th.

The more practical part of the event tries to pursue differing realities on June, 8th. While refugees are confronted with governmental persecution, queer-feminist activists deal with restrictions of their spaces to think, meet and communicate. How can we, by attempting to refuse those policies, enter into a dialogue and exchange on spaces of digital self-organization, on spaces below the radar? Which tactics do we have to un/learn and creatively test due to handling digital media policies?

An event of the Department for Media Theories (Katrin Köppert) and Time-based Media (Gitti Vasicek), University of Arts and Design Linz

In cooperation with: servus.at, FIFTITU%, Feminismus & Krawall

Within framework of the initiative DE_colonize uni_VERSITY

Within framework of the seminar: Revenge Porn, Doxing, Hate Speech. Netzpolitische ‚Ereignisse’ und feministische Interventionen, Francesca Schmidt

More information PDF

Registration to the workshops: katrin.koeppert@ufg.at (please indicate the workshop)

Komische Kritik. Einsätze, Medien und Zeiten von Post-Nine-to-Five-Humor, 12.+13.05.2017

KritiKomik
Linz: Domgasse 1, Galerie ; Wien: depot, 7., Breite Gasse 3

Eine Veranstaltung der Abteilung Kulturwissenschaft

Konzeption:
Karin Harrasser, Leitung der Abteilung Kulturwissenschaften und Drehli Robnik

Kann Komisches anderes sein als Verlachen und Entlastung, als Karneval oder Kanal des Ausdrucks von Machtlosigkeit? Kann Komik ermächtigend und effektiv zersetzend wirken oder auch Unterschiede ausmachen – zumal dann, wenn sie in Waren- oder Dienstleistungsform dargeboten wird? Und wie geht Komik in Zeiten, in denen der Faschismus Fakten schafft und postfordistische Führungsformen das Genießen längst zur Arbeit gemacht haben (und vice versa)? Der Joke/r als Shift/er, das Timing des Witzes (und der Witz als Zeitung), das Alberne als Taktik des Einklammerns von Realitätszumutungen: Von Interesse sind ästhetische Strategien und mediale Formate, darunter zumal Filme, die eine Öffnungen in festgefahrenen Diskursen und Konfrontationen produzieren, ein Sprungbrett für eine Fluchtbewegung bilden, das Sprechen ins Schlingern bringen. Oder aber, flexibilitätskritisch, Versteifungen zelebrieren, den Zeitfluss verlangsamen, Erstarrungen auskosten – oder dort Setzungen vornehmen, wo sonst zuvieles offenb bliebe. Komik in diesem Sinn ist gleichermaßen körperlich und affektiv wie formbewusst und hassverliebt in Einrichtungen. Orientierungsmarken einer solchen, kritischen Komikauffassung gehen von Aufschub bis Zaniness; sie umfassen Nerdigkeit, Mimikry und Intervall, sowie Namen wie Judd Apatow, Judith Butler, Guy de Cointet, Gilles Deleuze, Will Ferrell, Sigmund Freud, Siegfried Kracauer, Sianne Ngai, Dolly Parton, Paolo Virno, Kristen Wiig und Tante Elfi.

KritikKomikFlyer.pdf

Programm

Freitag 12. Mai 2017 / Kunstuniversität Linz, Domgasse 1
16.00 Uhr  Begrüßung
16.30 Uhr  „Ganz langsam, was wird hier andauernd auf den Punkt gebracht?“ | Michael Fesca (Berlin)
17.45 Uhr „It’s all wrong, but it’s allright. Oder: Was ist Kritik, wenn sie an Dolly Parton entlang gedacht wird?“ | Anna Bromley (Berlin)
19.00 Uhr„Odd jobs – Zany performances“ | Karin Harrasser (Linz)
20.15 Uhr  „Arbeit, Aufschub: Apatows Ökonomien & andere“ | Daniel Eschkötter (Dresden/Wien)

Samstag, 13. Mai 2017
10.30 Uhr 
Crowd-Unding und Clown-Crowning. KritiKomik, NonsenSetzung und Politiken der Gegenverwirklichung mit Kracauer, Deleuze, Ferrell und Tante Elfi | Drehli Robnik (Wien-Erdberg)
11.45 Uhr  We can’t legally ask you to lose weight. Kristen Wiig und komische Melancholie | Joachim Schätz (Wien)
13.00 Uhr  Malerei und andere Witze unter Dingen | Tanja Widmann (Wien)

Samstag, 13. Mai, ab 18.00 Uhr und Sonntag, 14. Mai 2017 findet die Veranstaltung in Wien, depot, 7., Breite Gasse 3 statt.


Moderation: Karin Harrasser, David Auer, Drehli Robnik

03./04./06.04.: Filmscreening & Diskussion: SHOAH & CLAUDE LANZMANN: SPECTRES OF THE SHOAH

Filmscreening & Diskussion: SHOAH & CLAUDE LANZMANN: SPECTRES OF THE SHOAH

plakat fin

03. & 04. April, 17-22 Uhr: Claude Lanzmanns SHOAH (1985)
(Gezeigt in zwei Teilen; pro Tag wird es jeweils in der Hälfte eine Pause geben.)

„Die umfassendste und radikalste Filmarbeit über die Vernichtung des europäischen Judentums im Nationalsozialismus.“

06. April, 17-20 Uhr: Adam Benzines CLAUDE LANZMANN: SPECTRES OF THE SHOAH (2015) // Nachbesprechung und Diskussion mit Angela Koch anhand Benzines Portrait über Lanzmann

„Die Annäherung an eine so große Dunkelheit über einen langen Zeitraum hinweg hinterließ eine dauerhafte Narbe.“

Audimax, Domgasse 1 (1. Stock), Kunstuniversität Linz

Claude Lanzmanns beinahe zehnstündige Dokumentation von 1985 gilt als die bedeutendste und zugleich bedrückendste filmische Arbeit zur Shoah, ein Begriff der erst durch den gleichnamigen Film einer breiteren Masse in Europa bekannt wurde.

14 Jahre in der Produktion nähert sich Shoah über Zeitzeug*inneninterviews, Aufnahmen von Wäldern und Landschaften in denen, mittlerweile kaum noch erkennbar, die organisierten Morde vollzogen wurden sowie immer wiederkehrenden Einstellungen von Zügen und Gleisen, jedoch völlig ohne Archivmaterial der Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden. Immer ist Lanzmann in seinen Fragen darauf bedacht die Details zu erfahren, Kleinigkeiten in den Abläufen, die reibungslos und unscheinbar erfolgen mussten.

Am Donnerstag den 06. April werden wir über das Gesehene gemeinsam mit Angela Koch diskutieren. Dazu wird es ein Screening des Dokumentarfilms Claude Lanzmann. Spectres of the Shoah geben, in dem Adam Benzine den Einfluss, den die Arbeit an Shoah auf Lanzmann hatte, nachzeichnet.

Programmiert von Johannes Fiebich, David Haunschmidt, Sabrina Kern.

Für Getränke und Knabbereien ist gesorgt.

Am 31. März gibt es außerdem die Möglichkeit gemeinsam zur Lecture mit Claude Lanzmann im Audimax der Universität Wien zu fahren (Beginn: 18:30 Uhr). Nähere Infos zur Filmreihe in Wien (initiiert vom FilmClub Tacheles) siehe: https://www.facebook.com/events/1923229681241297/

MKKT – TAG DER OFFENEN TÜR, 29.03.2017

Masterstudium Medienkultur- und Kunsttheorien | MKKT – TAG DER OFFENEN TÜR, 29.03.2017

Am Tag der offen Tür besteht die Möglichkeit im MKKT-Studium in folgende Seminare hineinzuschnuppern (bitte einfach dazusetzen!):

09:00-10:30 Uhr:
Gastprof.in Dr.in Jasmin Mersmann: „Natur formen. Landschaft und Kunst“
Domgasse 1, EG, Galerie im Foyer

11:00-13:00 Uhr:
Univ.-Ass.* Sarah Sander, MA: „CLOSE UP: Kritik der schwarzen Vernunft. Lektüreseminar“
Domgasse 1, EG, Galerie im Foyer

11:00-15:00 Uhr:
Gastprof. Dr. Christian Tedjasukmana: „Crossing Cinema: Theorien des Films“
Domgasse 1, 4. Stock, Medientheorie/MKKT Seminarraum (DO0417)

Für Fragen rund um das MKKT-Studium und das Aufnahmeverfahren steht die Studiengangsleiterin, Prof. Dr. Angela Koch, im Zeitraum von 14:00-15:00 Uhr in ihrem Büro (Domgasse 1, 4. Stock, DO0412) zur Verfügung.

Wir freuen uns auf euer Kommen!

Angela Koch und Sabrina Kern