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Neue Gastprofessorin Medientheorien

Im WS 2018/19 wird Prof. Bedra Zeynep Sayın Balıkçıoğlu Gastprofessorin der Abteilung Medientheorien sein.

Zeynep Sayın geb. 1961 in Istanbul, Studium der Kunstgeschichte und Germanistik in Salzburg und Istanbul, als Bildwissenschaftlerin Stipendien und Lehrtätigkeiten an verschiedenen Universitäten, u.a. an der Artuklu-Universität in Mardin, Istanbul Universität in Istanbul, Akademie er Bildenden Künste in Wien, Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. 2016 wurde sie wegen Beleidigung des Staatspräsidenten der Türkei von der Bilgi-Universität (Istanbul) suspendiert. Sie hat verschiedene Publikationen über Bilder des Unbewussten in Kunst und Politik veröffentlicht, wie z.B. „Noli me tangere“ (1998), „Pornographie des Bildes“ (2002), „Die Gemeinschaften des „Bösen““ (2015).

 

relatifs – eine Veranstaltungsreihe der Abteilungen Kulturwissenschaft und Kunstgeschichte/-theorie

Bekanntermaßen heißt »relatif à« so viel wie »bezüglich«, aber auch »einschlägig«; »être relatif/relative à qn/qc« bedeutet: »sich auf jemanden beziehen«. Das »pronom relatif«, das Relativpronomen, ist das »bezügliche Fürwort«, das Wort also, welches im Relativsatz ein Substantiv des übergeordneten Satzes ersetzt. Damit ist das Relativpronomen ein Stellvertreter, der aber ohne den von ihm bezeichneten Referenten nicht existiert.

Im Kunstwort »relatifs« klingen Verhältnisse und Beziehungen an, aber auch Verwandte und Relais. Die Veranstaltungsreihe versteht sich so: als eine Schaltstelle zwischen verschiedenen kunst-, kultur- und medienwissenschaftlichen Ansätzen, als Vernetzungsstruktur zwischen Forschungen, die auf den ersten Blick disparat wirken, wie eine Familienfeier, anlässlich derer auf den Tisch kommt, was gerade unter den Nägeln brennt.

Internationale WissenschaftlerInnen sind eingeladen, über ihre aktuelle Forschung, ihr Vorgehen und offene Fragen zu sprechen. Wir wollen keine Themen setzen, sondern ForscherInnen mit ihren Passionen und Problemen dazu einladen, im Entstehen begriffene Arbeiten zu präsentieren. Wir möchten eine Atmosphäre schaffen, in der Gewagtes diskutiert wird und sich neue Ideen entfalten können.

Die Veranstaltungsreihe wird von Karin Harrasser (Kunstuni­versität Linz, Kulturwissenschaft), Anne von der Heiden (Kunst­universität Linz, Kunstgeschichte und Kunsttheorie) und dem Kepler Salon Linz ausgerichtet.

Strom <<>> Arbeit am Konnektiv

 

 

 

 

 

 

Kollektives Projekt im Rahmen des Festivals SOHO in Ottakring, Wien: Jenseits des Unbehagens. Vom Arbeiten an der Gemeinschaft

2.-17. Juni 2018

http://www.sohoinottakring.at/

Strom ist unsichtbar und immateriell, zugleich ist er in modernen Lebens- und Arbeitswelten omnipräsent. Ausgehend von diesem trivialen Umstand machen wir Stromkreisläufe wahrnehmbar und begeben uns auf die Suche nach kollektiven Dimensionen des Stromnetzes.

Anhand von dokumentarischen, anekdotischen und assoziativen Über-formungen tasten wir unser elektrisiertes Umfeld ab, zeichnen das Stromnetz nach, verfolgen Leitungen oder denken Schaltkreise neu, um durch diese Übersetzungsarbeit ein fiktionales Porträt sozialräumlicher Vernetzung in der Stadt oder in einem Stadtteil entstehen zu lassen.

Das Kompetenzzentrum Elektra* ist eine Gruppe Studierender der Kunstuniversität Linz. Die Mitglieder verorten sich an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft. Für Fragen und Anregungen zu elektrosozialen Utopien stehen sie während des Festivals und darüber hinaus jederzeit gerne zur Verfügung.

*Johannes Fiebich <<Medienkultur- und Kunsttheorien, Melanie Ludwig <<Bildende Kunst, Magdalena Scheicher <<Medienkultur- und Kunsttheorien, Stefanie Schiefermair <<Medienkultur- und Kunsttheorien, Elif Süsler <<textil.kunst.design und Helen Trivick-Randall <<Medienkultur- und Kunsttheorien

Fördergeber*innen

Ausstellung: Clean Cube. Zur Kritik der reinen Vernunft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausgangspunkt der Ausstellung in der kulturtankstelle ist das Dispositiv der ehemaligen Waschstraße. Studierende und AbsolventInnen der Kunstuniversität Linz und der Kunsthochschule für Medien Köln befragen die Grenzen der Sauberkeit und die Reinheitsideale der Moderne. Sie spielen mit der Kontamination, untersuchen Mechanismen des Ein- und Ausschlusses, urbane Wasserkreisläufe, politische Aufräumrhetorik und den Schmutz des White Cube.

Künstlerische Positionen: Santiago Alvarez/Maria Dirneder/Johannes Fiebich/Eveline Handlbauer/Julie Sophie Kratzmeier/Twana Kushnau/Bernadette Laimbauer/Matthias Lindtner/ Domas Schwarz/David Moises/Atena Neuhuber/Carina Nimmervoll/Jens Pecho/Marlene Penz/Andrey Ustinov/Nico Joana Weber/Angelika Windegger

Redaktion: Lisa Maria Schmidt, Stefanie Schiefermair, Victoria Windtner
Kuratorische Leitung: Anne von der Heiden und Jasmin Mersmann
Kulturtankstelle: Sigi Atteneder und Katharina Weinberger-Lootsma
Graphik: Johanna Nock

Opening am 7. Juni 2018 um 18.00 Uhr mit einer Performance von Bernadette Laimbauer

Öffnungszeiten: 8. bis 22. Juni 2018, täglich von 16.00 bis 20.00 Uhr

Begleitprogramm:
12. Juni 2018, 18.00 Uhr: VORTRAG im Rahmen der Reihe relatifs: Roger Fayet (Zürich): »Mäh Dräck«? Abfall, Ordnung und Immersion bei Song Dong und Christoph Büchel
22. Juni, 10.00 bis 20.00 Uhr: WORKSHOP. Programm und weitere Infos in Kürze unter www.kulturtankstelle.at

Flyer Workshop