Kategorie-Archiv: OPEN UP University

AWAKENING OF THE HUNTED – Film Screening, 11.01.2017, ab 19:00 Uhr

The movie night is organized by Edith Paule and Marissa Lôbo

January, 11th 2017, 7 pm, Zeitbasiertes Wohnzimmer, Domgasse 1/ 4. Floor

The movie night will bring some examples of perspectives on films that counter hegemonic narratives in art, activism and documentary footages (e.g. Tracey Moffatt). The focus is to discuss the importance of counter productions for ecologies of representations.

Eine Veranstaltung des akg – Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen im Rahmen von Open Up University / DE_colonize Uni_VERSITY.

Gastvortrag von Gabriele Dietze: Das ‚Ereignis‘ Köln. Von den Affektblöcken Rassismus und Sexismus. 07.12.2016, 19:00 Uhr

161207_deco_dietze02_web

Wo: Expostmusik (DO0454), Domgasse 1, 4.Stock

Der Vortrag beschäftigt sich mit einer neuaufgeflammten Diskussion über Sexismus im Zuge der moralischen Panik, die um sexuelle Übergriffe in der Silvesternacht 2015/16 in Köln entstanden ist. Dabei wird es um eine sich durchsetzende Auffassung von Migration als ‚sexuellem Problem‘ gehen. Um die hier stattfindende Verschränkung von Sexismus, Rassismus und Affekt beschreiben zu können, wird der Begriff ‚Ethnoseximus‘ entwickelt. Dabei werden die Auswirkungen der post-kolonialen Wissensfiguration ‚der arabische Mann‘ diskutiert und ihre Funktion im Diskurs im Spannungsfeld zwischen Migrationsabwehr und ‚Willkommenskultur‘ betrachtet.

Der Gastvortrag findet im Rahmen von DE_Colonize Uni_VERSITY in Kooperation mit der Abteilung Medientheorie statt.

PROGRAMM und ABENDVERANSTALTUNGEN: 4. Jahrestagung der ÖGGF, 01.-03.12.2016, JKU & Kunstuniversität Linz

oeggf_abend_web

ÖSTERREICHISCHE GESELLSCHAFT FÜR GESCHLECHTERFORSCHUNG (ÖGGF) – Jahrestagung 2016

ABENDVERANSTALTUNG AN DER KUNSTUNIVERSITÄT LINZ

veranstaltet von den Abteilungen Medienkultur- und Kunsttheorien sowie Medientheorien der Kunstuniversität Linz und maiz – Autonomes Zentrum von & für Migrantinnen

Domgasse 1, Erdgeschoss

Do, 1. Dezember:

20.30 Uhr: Lesung von Sharon Dodua Otoo (Berlin, Preisträgerin des Ingeborg-Bachmann-Preises 2016): „Herr Gröttrup setzt sich hin und andere Geschichten“
ab 21.30 Uhr: PARTY mit Protestlabor DJs (Linz)

Fr, 2. Dezember:

20.30 Uhr: Podiumsdiskussion: „Post/migrantische Kunst und dekoloniales Wissen“ mit
Azadeh Sharifi (LMU München), Adriana Torres Topaga (maiz Linz) und Marissa Lôbo (maiz Linz)
ab 22.00 Uhr: SHOW/PARTY mit FEMME DMC (Wien/Linz) und The Golden Paws (Wien)

deco_oeggf_10_web

Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen von DE_Colonize Uni_VERSITY statt.


OEGGF-header

 

4. JAHRESTAGUNG DER ÖSTERREICHISCHEN GESELLSCHAFT FÜR GESCHLECHTERFORSCHUNG ÖGGF

1.– 3. Dezember 2016, Johannes Kepler Universität Linz & Kunstuniversität Linz
Keynotes: Stephanie Seguino (University of Vermont), Nikita Dhawan (Universität Innsbruck)

Feministische und gender-theoretische Analysen von Ungleichheiten orientieren sich längst nicht mehr nur an binären Vereinfachungen von Geschlechterunter- schieden. Es geht um mehr als um eine Gegenüberstellung von DEN Frauen und DEN Männern. Gleichzeitig bleibt Geschlecht aber eine zentrale Strukturkategorie, die soziale Ungleichheit begründet. Gerade die Geschlechterforschung hat dazu beigetragen, dass die Vielfältigkeit von Lebensentwürfen und tatsächlich gelebtem Leben auch im akademischen Diskurs nicht mehr übersehen werden kann. Theoretische und konzeptionelle Ansätze wie Intersektionalität, Postkoloniale Theorie, Queer Studies, New Materialism, Neo-Marxistische Feministische Kritik, Disability Studies, u.a. trachten danach, vielfältige Diskriminierungen zu erkennen, die bislang unberücksichtigt geblieben sind, weil sie gerade keiner binären Logik folgen. Dies betrifft sowohl historische Analysen als auch Bestandsaufnahmen gegenwärtiger Geschlechterverhältnisse sowie zukunftsgerichtete Interventionen und Transformationen.

Um in der Tagung verschiedenste Formen von Un/Gleichheit, Differenz, Herrschaft, Ein- und Ausgrenzung sowie deren Repräsentation in Populärkultur, Medien und Künsten in ihrer ganzen Breite zu thematisieren, laden wir insbesondere auch Fachvertreter_innen aus oft unterrepräsentierten Bereichen der Gender Studies zu Beiträgen ein. Geplant sind u.a. auch Streams/Panels aus den Gebieten „Gender und Ökonomie“, „Legal Gender Studies“, „Feminist Science & Technology Studies“, „Gender und Medizin“ sowie „queer-feministische Kunst“.

Tagungsprogramm PDF

Book of Abstracts PDF

Anmeldung zur Tagung
E-Mail an: oeggf2016@jku.at
Tagungsbüro
Kontakt: +43 (0) 732/2468 3620

Im Rahmen der Jahrestagung findet wieder der Pre-Conference-Workshop der AG Nachwuchs am Vormittag des 01. Dezember 2016 statt. Informationen zur AG Nachwuchs, zum Workshop und Anmeldung zur Nachwuchs-Mailingliste unter ag_nachwuchs@oeggf.at

Organisation und Konzeption
ÖGGF – Österreichische Gesellschaft für Geschlechterforschung, Institut für Legal Gender Studies (JKU), Institut für Frauen- und Geschlechterforschung (JKU), Abteilungen Medienkultur- und Kunsttheorien sowie Medientheorien der Kunstuniversität Linz und maiz. Autonomes Zentrum von & für Migrantinnen

Website ÖGGF-Tagung

Gastvortrag von Prof. Dr. Zeynep Sayın: Das Reale des Islamismus und die Wahrheit des Politischen. Akademie | Widerstand | Solidarität. 16.11.2016, 19:00 Uhr

Die Abt. MKKT lädt im Rahmen der Initiative Open Up University zum Gastvortrag von
Prof. Dr. Zeynep Sayın:
Das Reale des Islamismus und die Wahrheit des Politischen. Akademie | Widerstand | Solidarität.

161116_sayin_web

Im Anschluss an den Vortrag werden wir Unterstützungsmöglichkeiten für Wissenschaftler*innen und Aktivist*innen in der Türkei diskutieren.

 

Prof. Dr.  Zeynep Sayın ist vergleichende Kunsttheoretikerin und Literaturwissenschaftlerin. Ihre Forschungen befassen sich mit Bildern des Unbewussten in Kunst und Politik. Ihre letzten Veröffentlichungen sind Ethik des Todes (2016), Gemeinschaften des Bösen (2015), Noli me tangere (2000).  Zuletzt war sie Professorin für Architekturgeschichte an der Mardin Artuklu Universität. Von der Bilgi Universität wurde sie 2016 wegen Systemkritik suspendiert.

Wo: Expostmusik/ DO0454, Domgasse 1, 4. Stock

Flüchtlingsunterstützung und Institutionalisierung von Antirassismus an Universitäten vor dem Hintergrund kolonialer Wissenschaftlichkeit

07.11., 08.11., 09.11., 14.11., 15.11.
ZV Seminarraum (DO0425), Domgasse 1, 4. Stock

de_colonize_apithy_web

Das Seminar ist offen für alle Interessierten: Studierende (für MKKT = Vertiefende Veranstaltung), Lehr- und Verwaltungspersonal, Professor*innen, Externe. Anmeldung erforderlich! (Studierende über ufgonline; Andere unter: akg.anfragen@ufg.at)

Der Anspruch koloniale Wissenspraktiken zu deinstitutionalisieren / dekonstruieren setzt das Wissen voraus das und wie Wissen mittels kolonialer Praktiken generiert wurde und folglich kein „objektives“ oder „universales“ vielmehr koloniales Wissen darstellt. Wie und durch wen wurde Wissenschaft als ein koloniales Feld (Schwarzbach-Apithy) strukturiert? Wie hat es sich zu Versklavung und Kolonisierung verhalten? Wie konnte Wissenschaft angeordnet werden, um nicht-weisse Perspektiven nachhaltig ausschließen zu können, und wofür war / ist das von Bedeutung? Können Kolonialkontinuitäten bis heute nachvollzogen werden? Wie kann die jeweils eigene Verstrickung darin erkannt und verändert werden?

Ausgangspunkt für diese Fragen ist die zeit- und ortsgleiche Etablierung der Fundamente gegenwärtiger Wissenschaftsstrukturen mit bürgerlichen Kolonialanordnungen; ihre jeweiligen Strukturen wirk(t)en aufeinander ein. Die darin enthaltenen Herrschaftsverhältnisse mit ihren Ausschlussdynamiken können folglich auch in gegenwärtigen Erziehungs- und Bildungsinstitutionen nachgewiesen werden; das Resultat ist eine „Weiße Lehre“, bis heute in der bundesrepublikanischen bzw. österreichischen Gesellschaft nahezu ungebrochen vorherrschend.

„Learning to be white“ (Thandeka) ist dafür ein wesentlicher Lernprozess, der interdependent verbunden ist mit sämtlichen Bereichen Weisser Gesellschaften – der andererseits jedoch wieder ver-lernt werden kann. Voraussetzung dafür ist der Reflektion Weisser Sozialisierung mental und emotional Raum und Zeit zuzugestehen. Kritik wird sich hauptsächlich an Analysen orientieren aus der deutschen und amerikanischen Weißseinsforschung nach z.B. Eggers, Yancy, hooks, Thandeka, Morrison, Farr. [1]

Mit einer dekolonialen und herrschaftskritischen Perspektive werden im Seminar Reproduktionen kolonialer Denk- und Handlungsmuster in wissenschaftlichen Räumen durch paternalistisch-antirassistische Theorien und Praxen herausgestellt und analysiert werden können.

[1] Maisha Eggers, Rassifizierung und kindliches Machtempfinden. Wie schwarze und weiße Kinder rassifizierte Machtdifferenz verhandeln auf der Ebene von Identität. Dissertation, Kiel, 2005; George Yancy, What White Looks Like: African American Philosophers on the Whiteness Question. New York, 2004; bell hooks, Black Looks. Popkultur Medien Rassismus, Berlin, 1993; Thandeka, 1999; Arnold Farr, Wie Weißsein sichtbar wird. Aufklärungsrassismus und die Struktur eines rassifizierten Bewusstseins. In: Maureen Maisha Eggers, Peggy Piesche u.a. (Hg.) Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland, Münster, 2005.

Mo, 07.11.2016, 10:00-16:30 Uhr
Di, 08.11.2016, 10:00-16:30 Uhr
Mi, 09.11.2016, 10:00-16:30 Uhr
Mo, 14.11.2016, 10:00-16:30 Uhr
Di, 15.11.2016, 10:00-16:30 Uhr

ZV Seminarraum (DO0425), Domgasse 1, 4. Stock

Lehr- und Weiterbildungsveranstaltung von DE_colonize uni_VERSITY und in Kooperation mit AKG und Weiterbildungsabteilung.

Lange Nacht der Forschung: Migration kennt kein Curricula. Kennt Universität keine Zulassungsprüfung?

Diskussionsveranstaltung am 22. April 2016 um 18 Uhr

mit Luzenir Caixeta, Katrin Köppert, Gitti Vasicek, Dacid Go8lin, Ali Jt

Kunstuniversität Linz, Hauptplatz 8, Hörsaal A, 1. OG

Flucht und Migration stellen Konzepte des Diversity auf den Kopf.  Statt Anti-Diskriminierungspolitik mit dem ökonomischen Interesse von  Universität an Vielfalt zu verbinden, scheint eine veränderte Perspektive auf antirassistische Zugangsberechtigungen unerlässlich.  Das Projekt MORE stellt sich der Herausforderung. Aber reicht das, um nicht nur offene Unis zu begründen, sondern epistemisch nicht
gewaltvolle?

Universität steht als Institution mehr denn je vor der Herausforderung, sich zu fragen, wie zugänglich sie ist und welche Form der Didaktik sich eignet, um Wissensvermittlung zum einen selbstreflexiv und zum anderen transkulturell zu gestalten. Inwiefern müssen hierfür Wissensbestände dekolonisiert, Handlungsnormen und Sprachegebräuche reflektiert werden? Welche anderen, mitunter selbstorganisierten und aktivistischen Formen der Wissensaufbereitung müssen wie in Universitäten hineinwirken können? Welche Rahmensetzungen braucht es? Kunstuniversitäten bilden Orte, an denen
Wissensproduktion bzw. -vermittlung kreativ erprobt werden kann: dies wollen wir in Kooperation mit maiz und der Universität der Ignorant_innen versuchen. Nach dem Auftakt auf der Langen Nacht der Forschung folgt die Veranstaltungsreihe DE_colonize uni_VERSITY, die im Austausch diverser Erfahrungsschätze Geflüchtete, Studierende und Lehrende zusammenbringen wird.

Lange Nacht der Forschung, Poster PDF