Studienplan

Studienplan_für_das_kulturwissenschaftliche_Masterstudium_Medienkultur- und Kunsttheorien

Das Studium der Medienkultur- und Kunsttheorien (MKKT) an der Kunstuniversität Linz dauert vier Semester und umfasst mindestens 120 ECTS. Das Studium ist modularisiert aufgebaut und eröffnet den Studierenden individualisierte Wahlmöglichkeiten und Schwerpunktsetzungen. Die durchschnittlich notwendige Studienleistung (workload) pro Semester beträgt 30 ECTS.

Das Studium MKKT teilt sich entweder in vier Grundmodule, ein Projektmodul sowie Wahl- und Pflichtfächer oder in fünf Grundmodule sowie Wahl- und Pflichtfächer (je 15 ECTS) auf.

Ein Grundmodul (15 ECTS) besteht aus einer Theorieveranstaltung (7 ECTS) und zwei frei wählbaren Vertiefenden Veranstaltungen (je 4 ECTS). Im Lauf des Studiums muss jedes Grundmodul mindestens einmal, eines der Grundmodule zweimal absolviert werden (Modulbeschreibungen siehe unten).
Das Projektmodul (15 ECTS) kann aus dem Angebot der künstlerischen Masterstudien der Kunstuniversität Linz beispielsweise aus den Bereichen Interface Cultures, Visuelle Kommunikation, Zeitbasierte Medien oder Architektur/Urbanistik gewählt werden. Anstelle des Projektmoduls kann ein Grundmodul belegt werden.
Die Wahl- und Pflichtfächer (15 ECTS) bestehen aus Freien Wahlfächern (min. 13 ECTS) und dem Pflichtfach „Englisch für Präsentation und Publikation“ (2 ECTS). Die Freien Wahlfächer können sowohl aus universitätsinternen als auch externen Veranstaltungen und/oder Praktika (s.u.) bestehen.

Pro Semester sind idealerweise Veranstaltungen im Umfang von 30 ECTS zu belegen. Module können über mehrere Semester gestreckt werden.

Exemplarischer Studienverlaufsplan

Semester Module LVA
1. Semester Grundmodul Transdisziplinarität (15 ECTS) Grundmodul Kulturelle Ordnungen, Praktiken und Apparate (15 ECTS) 2 Theorie-LVA
4 Vertiefende LVA
2. Semester Grundmodul Geschichte und Analyse der Medienkultur und Kunst (15 ECTS) Projektmodul (15 ECTS) (oder Grundmodul der eigenen Wahl) 1 Theorie-LVA
2 Vertiefende LVA
1 Projektmodul (oder 1 Theorie-LVA und 2 Vertiefende LVA)
3. Semester Grundmodul der eigenen Wahl (15 ECTS) Wahl- und Pflichtfächer (15 ECTS) 1 Theorie-LVA
2 Vertiefende LVA
Pflichtfach Englisch
Wahlfächer
4. Semester Masterarbeit (20 ECTS) Masterprüfung (10 ECTS)

Benotung
In MKKT werden nur die Theorieveranstaltungen benotet, Grundlage dafür ist eine Seminararbeit von 15-20 Seiten. Vertiefende Veranstaltungen werden „mit Erfolg teilgenommen“ absolviert: Die Studienleistungen in den Vertiefenden Veranstaltungen umfassen i.d.R. Kurzreferate, Präsentationen, Lesekarten, kurze Essays etc. Die Studienleistungen der Wahlfächer richten sich nach den Anforderungen der jeweiligen Studienrichtungen. Für MKKT reicht ein „mit Erfolg teilgenommen“ aus.

Anrechnung Praktika
Im Zuge des Studiums können für die Wahlfächer einschlägige (!) Praktika im Mindestausmaß von 4 ECTS, maximal 6 ECTS angerechnet werden.
Zwei Wochen Praktikum zu je 40h/Woche erhalten 4 ECTS.

Folgende Nachweise sind zu erbringen:
– Praktikumszeugnis bzw. -bescheinigung
– Praktikumsbericht (1 Seite)

Siehe auch www.watchlist-praktikum.at.

Modulbeschreibungen
In MKKT gibt es drei unterschiedliche Grundmodule. Die Theorieveranstaltungen sind diesen Grundmodulen zugeordnet.

1. Transdisziplinarität: Das Modul vermittelt den Studierenden Kenntnisse und Fähigkeiten in disziplinübergreifendem Arbeiten. Die Studierenden erlernen Arbeitsverfahren und Argumentationsstrategien der Kunst- und Kulturwissenschaften sowie der Gender Studies. Lehrinhalte sind: Ästhetik, Diskurstheorie, Gender- und Differenztheorien, Philosophie, Postkoloniale Theorien, Psychoanalyse.

2. Geschichte und Analyse der Medienkultur und Kunst: Die Studierenden erwerben theoretische und methodische Kompetenzen in Medien-
wissenschaft. Sie erlernen Verfahren der Medienanalyse und bearbeiten systematische Fragestellungen der populären Medienkultur, der Medienkunst und der Netzkultur. Lehrinhalte sind: Historiografie, Technik und Ästhetik analoger und digitaler Medien, Foto-, Film- und Fernsehtheorien, Theorien der Interaktivität und der medialen Kommunikation, Netztheorien, Wahrnehmungstheorien.

3. Kulturelle Ordnungen, Praktiken und Apparate: Dieses Modul vermittelt den Studierenden die Fähigkeit der Analyse kultur- und mediengeschichtlicher Dispositive, Wissensformationen und ihrer Institutionen, Instrumente, Praktiken und Strategien. Kulturelle Ordnungen werden als
diskursive oder symbolische Konstruktionen von Wirklichkeit verstanden, die historisch spezifischen Mechanismen der Produktion und Repro-
duktion unterliegen. Lehrinhalte sind: Theorien der Performativität und der Repräsentation, Wissensformationen, Machtdispositive und Herrschaftstechniken, Biopolitik, Selbsttechniken.

Vertiefende Veranstaltungen vermitteln den Studierenden Grund- bzw. ergänzende Kenntnisse in medien-, kunst- und kulturwissenschaftlichen Forschungsgebieten. Die Studierenden werden befähigt, selbstständig oder in Gruppen ein wissenschaftlich-künstlerisches Projekt zu entwerfen, zu planen und durchzuführen und/oder eine wissenschaftliche Untersuchung zu konzipieren und zu realisieren.

Das Projektmodul eröffnet den Studierenden die Möglichkeit, die künstlerische Auseinandersetzung und Projektarbeit in einem der Masterstudien (Zeitbasierte Medien, Visuelle Kommunikation, Interface Cultures und Urbanistik) zu erproben.

Die Wahl- und Pflichtfächer bestehen aus Freien Wahlfächern (min. 13 ECTS) und dem Pflichtfach „Englisch für Präsentation und Publikation“ bzw. „Discussing Media Art“ (2 ECTS). Die Freien Wahlfächer ermöglichen den Studierenden sowohl an universitätsinternen als auch an externen Veranstaltungen und/oder Projekten zu partizipieren und darüber einen Leistungsnachweis zu erwerben.

Links:
 Studium und Zulassung